Aussprache

Auf ter Stegen wird es für die Borussia morgen Abend vor allem ankommen. Seine Fans sind sicher, dass er auch in Bochum den Kasten sauber hält: „Ihr spielt wieder zu null“ ermutigt Simon Hambacher via Facebook den Torwarts, der – glaubt man den eigenen Anhängern – bald Manuel überholen wird: „Du wirst mal der beste Torwart der Welt, glaub‘s mir. Das sagen sogar alle in meinem Kreis“ (Martin Schiffer). Alle in Martins Kreis!

Schon letzte Woche hatte das Kommentatoren-Team der ARD Probleme mit der Aussprache. Muss man nun tEr.stegen sagen, ter.stEgen oder gar tEr.schtegen? Claus Lufen und seine Kollegen redeten daher wie schwäbische Pietisten, die versuchen, den Namen ihres Lieblingsdichters einigermaßen verständlich zu artikulieren. Der Pressesprecher der von Gerhard Tersteegen nachhaltig geprägten Kindernothilfe weiß indessen, wie man sagen muss: ter.stEgen nämlich.

Auch die Schreibung wirft Fragen auf. Heißt „ter“ so etwas wie „von“ oder „zu“? Dann kämen die Vorfahren der beiden aus Stegen bzw. Steegen. Oder wie ließe sich die Verbindung beider Silben im Laufe der komplizierten ruhrpöttischen Sprachgeschichte sonst herleiten? Stegen liegt jedenfalls in der Nähe von Freiburg und ist Heimat des weltberühmten Gehörbehindertenzentrums, das sich von anderen Zentren dieser Art durch einen schönen, gut gepflegten Fußballrasenplatz abhebt. Ganz in der Nähe liegt die Schrebergartenkolonie „Wonnhalde“. Auf dem Grundstück Nr. 678 ist derzeit ein kleines Playmobil-Stilleben zu besichtigen, das auf den letzten Fußballabend dieser Bundesliga-Saison einstimmen soll. Anschließend: saure Gurken.

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