Geistiges Gemüsegärtlein inniger Seelen

Bevor die goldnen Garben gänzlich auf angespannten Wagen weggefahren werden, dürfen sie zusammen mit ausgewähltem Obst und Gemüse noch als Gestaltungselemente auf Altären, Taufsteinen, Tischen und Böden Verwendung finden. So will es die bildzugewandte Seite christlicher Tradition. Überall entstehen derzeit Heiligenbilder auf Äpfel- und Birnenbasis, konkret-poetische Bestandsaufnahmen, die dem Herrn und den Gläubigen die Reichhaltigkeit der Ernte vor Augen führen. Die passende Liturgie aus dem Messbuch:

Wir danken dir, Herr, für die Früchte der Erde
und für das Walten deiner Vorsehung.
Lass auch die Früchte deiner Gnade in uns reifen:
die Gerechtigkeit und die Liebe.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Hier heißt es also nicht „Sehet, die Blumen in den Gärten“, sondern „Ihr seid Blumen“ bzw. „In euch wächst Gemüse“. Der Erntedankaltar des Innenlebens ist mit Liebesfleischtomaten, mit Gerechtigkeitstrauben und Gnadenastern bestückt. Doch welches Bild ergibt sich aus dem Pflanzenmosaik?

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Eine Antwort auf Geistiges Gemüsegärtlein inniger Seelen

  1. Rübchen sagt:

    Und welchen Heiligen sehen wir hier auf diesem Altar?
    Und übrigens: Martin hat nun einen Gartenmitarbeiter. Er sei im Sommer so viel auf Reisen gewesen und es solle doch alles schön in Ordnung bleiben im Garten, meinte er.

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